Zahlt sich Nachhaltigkeit aus? Noch nicht.

Etwa die Hälfte der Schweizer Immobilienfonds lässt inzwischen eine unabhängige Nachhaltigkeitsanalyse durchführen. Zwar sind die veröffentlichten Zahlen mit Vorsicht zu geniessen, doch scheint die Branche auf dem richtigen Weg zu sein. Dennoch hat ein Nachhaltigkeitslabel noch keine messbare Wirkung auf die Börsenperformance.

Schweizer Immobilienfonds achten immer stärker auf die Nachhaltigkeit ihres Immobilienbestands, bestätigt eine aktuelle Studie von UBS. Dem Autor Maciej Skoczek nach haben «im Jahr 2022 fast alle kotierten Immobilienfonds zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitsbericht zu ihrem Immobilienbestand und der angestrebten Entwicklung erstellt.» Dabei legten sie einen Schwerpunkt auf den Energieverbrauch und Schadstoffemissionen. «Einerseits zählt der Immobilienbestand zu den grössten Emittenten von Treibhausgasen in der Schweiz, andererseits ist der ökologische Fussabdruck deutlich leichter messbar als andere Nachhaltigkeitsdimensionen», erläutert Maciej Skoczek.

(…) Diese Zahlen zu den Treibhausgasemissionen und dem Energieverbrauch müssen jedoch mit Vorsicht betrachtet werden, mahnt Maciej Skoczek. «Einige Fonds werden sich gerade erst der Umweltauswirkungen ihrer Immobilien bewusst und haben noch nicht die Kohlenstoffintensität aller ihrer Objekte unter die Lupe genommen.» Vor allem aber, so der UBS-Ökonom weiter, gibt es noch keine Standards für die Messung und die Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsdaten.

(…) Doch die Situation entwickelt sich, und zwar zum Guten. Inzwischen nimmt fast die Hälfte der Schweizer Immobilienfonds eine unabhängige Bewertung vor, wie den GRESB (Global Real Estate Sustainability Benchmark) oder den SSREI (Swiss Sustainable Real Estate Index). Diese Standards erlauben einige erste Vergleiche.

Hier geht’s zum Artikel von immoday.ch

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