Bezahlbarer Wohnraum ist eine der Sorgen der Schweizer Bevölkerung. Um das Risiko nicht grösser werden zu lassen, braucht es Solidarität unter allen Akteuren.
Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen halten über 20% ihrer Anlagen in direkten Immobilien; bei den indirekten Immobilien ist der Anteil mit rund 15% etwas geringer. Alles in allem haben die Immobilien also eine grosse Bedeutung bei der Erwirtschaftung von Rendite und damit der Sicherheit unserer Vorsorgegelder.
Mit anderen Worten: Der Immobilienbranche die Rendite zu entziehen und den Markt auf Kostenmiete umzustellen, würde zu grossen gesellschaftlichen Verwerfungen führen und ist kein umsetzbares Konzept.
Realistisch hingegen ist ein vertretbarer Verzicht auf Rendite zugunsten von bezahlbarem Wohnraum. Der SSREI liefert hierfür ein Rezept. Es geht um die Schaffung von Wohnraum, um Verhinderung von dessen Zweckentfremdung sowie Abstimmung des Wohnangebots mit der demografischen Entwicklung; es geht aber auch um eine sozialverträgliche Vermietungs- respektive Kündigungspraxis, um faire und transparente Mietzinspolitik sowie um einfache Bauweise – was nicht mit billiger Bauweise zu verwechseln ist.
Dabei wurde auf Bekanntes und Bewährtes zurückgegriffen. Das heisst, die Anbieter – oder mindestens ein Teil davon – haben die Zeichen der Zeit durchaus erkannt und bereits zukunftsträchtige Lösungen eingeführt.
Gelöst wird das Problem aber nur, wenn alle Akteure mithelfen. Denn die Immobilienbranche kann die Wohnkapazitäten nicht erhöhen, wenn Einsprachen die Bauvorhaben ausbremsen; Angebote für Wohnungswechsel fruchten nicht, wenn die Mieterschaft nicht mitmacht. Es mag Potenzial bei der Effizienz der Baubewilligungsverfahren geben, wobei die Durchschnittszeit eben gerade aufgrund der Rekurse in die Höhe getrieben wird. Mittlerweile hat der Bundesrat das entsprechende Postulat für «Massvolle Kostenauflagen bei Einsprachen in Baubewilligungs- und Nutzungsplanverfahren» von SR Andrea Gmür angenommen, was dem Problem Abhilfe schaffen soll.
Was es also braucht, ist Solidarität unter allen Akteuren, mehr Fokus auf die gesamtgesellschaftlichen statt nur auf die individuellen Bedürfnisse. Mit dieser Einstellung und geeigneten Instrumenten geht es bestimmt Schritt für Schritt vorwärts. Und genau diesen kann SSREI dann aufzeigen.
Autorin: Elvira Bieri, Geschäftsführerin der SSREI AG

